Chronik

Am 18.12.1964 trafen sich einige Liebhaber exotischer Vögel im Ratskeller Weißwasser und gründeten unter Berufung eines vorläufigen Vorsitzenden die Spaezialzuchtgemeinschaft Ziergeflügel und Exotenzüchter Weißwasser. In einer weiteren Versammlung am 15. Januar 1965 wurde der Vorsitzende und weitere 7 Zuchtfreunde in den Vorstand berufen.

In den Vollieren der Zuchtfreunde wurden Wellensittiche, Rosella-, Nymphen- und Singsittiche liebevoll betreut. Die ersten Zuchterfolge stellten sich ein und im Herbst 1965 wurden die ersten Tiere in einer kleinen Ausstellung im Ratskeller Weißwasser gezeigt. Inzwischen zählte die Sparte 15 Mitglieder und auch der Tierbestand vergrößerte sich. Die interessanten Monatsversammlungen waren immer gut besucht Der Zuchtwart gab Hinweise zur Pflege und Haltung der Tiere und neue Literatur wurde vorgestellt.

Viele Jahre bestand an der POS Weißkeißel eine Arbeitsgemeinschaft „junge Exotenzüchter“, die durch den Verein geleitet wurde.

Im Jahr 1989 wurde der 25. Geburtstag der Sparte gefeuert. Inzwischen waren 28 Mitglieder aktiv an der Vereinsarbeit beteiligt. Der Tierbestand vergrößerte sich und in vielen Vollieren tummelten sich neben den ehemals gehaltenen Tierarten so farbenprächtige Arten, wie Rotflügel-, Cloncurri- und Königsittiche. Von den Nachzuchten wurden viele Tiere ins Ausland exporiert .  Innerhalb dieser 25 Jahre wurden 10 Ausstellungen durchgeführt.  Das Farmerhaus Weißwasser wurde zum Domizil für diese  Ausstellungen.

Mit der politischen Wende 1990 wurde die Sparte aus dem  Kreisverband Weißwasser OL der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter ausgegliedert und ist seither ein eigenständiger gemeinnütziger Verein der Stadt Weißwasser unter dem Dachverband der Vereinigung für Zucht und erhaltung einheimischer und fremndländischer Vögel e.V. Sinkende Mitgliederzahlen gefährdeten den Fortbestand  des Vereins. Durch das Engagement der Mitglieder und die Werbung neue Mitglieder wurde diese Entwicklung aufgehalten. Neue Wege wurden eingeschlagen.

Außerdem ist die Vogelzucht in der heutigen Zeit gleichwohl schwieriger geworden. Unser Hobby wird von unzähligen Verordnungen und Gesetzen eng eingeschränkt.  Gemeinsam im Verein und mit Behörden konnten  Probleme geklärt und die Zusammenarbeit gestärkt werden.  So ist unser Hobby für uns Züchter wieder schön und spassbringend geworden.

Seit dem Jahr 2001 wurden unter dem neuen Vorsitzenden Hagen Hördler nun jährlich Ausstellungen durchgeführt. Einige wurden in Groß Düben  durchgeführt und später wieder  im Farmerhaus Weißwasser, welches sich zum traditionellen Standort für unsere Veranstaltungen entwickelte.

Eine gute Zusammenarbeit mit dem Tierpark Weißwasser besteht schon über viele  Jahre. Im Jahr 2002 übernahmen wir die Patenschaft für zwei dunkelrote Aras, die inzwischen leider nicht mehr  dort zu Hause sind. Deshalb unterstützten wir  im Jahr 2008 die Anschaffung eines Pärchens Gelbbrustaras, mit einer Spende. Seither  führen wir  für diese beiden  Aras die Patenschaft fort.

Inzwischen  bereicherten unsere Mitglieder ihre heimischen Vollieren auch mit größeren Papageien,  Amazonen, Kakadus und  beispielsweise  Rakenvögeln.

Am  03.02.2004 ist unser Verein dem  Stadtverein Weißwasser beigetreten, was für beide Vereine und seine Mitglieder eine große Bereicherung darstellt. Die Zusammenarbeit gestaltete sich von Beginn an außerordentlich zufriedenstellend.

Im Jahr 2009 feierte der Verein sein 45 jähriges Bestehen und erstmalig bereicherten wir die Ausstellung mit einem Mittelaltermarkt auf dem Außengelände des Farmerhauses Weißwasser. Unsere Vereinsaktivitäten wurden nach und nach auf unsere polnischen Nachbarn erweitert.

Im Jahr 2013 fand unsere erste Deutsch-polnische Schau statt. In aufwendig geschmückten Vollieren sahen unsere Besucher zahlreiche Tiere unserer polnischen Zuchtfreunde des Vereines KANARIA PZHKiPE o. ZIELONA GORA.

Im Oktober 2014 fand unsere Jubiläumsausstellung  zum 50. Vereinsbestehen statt.   Im Rahmen einer Schulprojektarbeit für das Gymnasium Weißwasser erfolge die Organisation und Durchführung dieser Veranstaltung unter Leitung von Saskia Hördler.  Alle waren Begeistert von der Zielstrebigkeit, dem Fleiß und dem persöhnlichen  Einsatz, mit dem sie diese große Aufgabe meisterte.

Veranstaltungen in dieser Größenordnung durchzuführen  sind  immer wieder  sehr große Herausforderungen.  Mit  nur wenigen tatkräftigen Mitglieder  und breiter Unterstützung anderer Vereine und Institutionen sowie finanzieller Förderung  gelingt es uns immer wieder  die inzwischen traditionelle Veranstaltung durchzuführen.

Mit der Erweiterung des Ausstellungsangebotes im Jahr 2017 konnten unsere Besucher zusätzlich zum Mittelaltertreiben  und der Exotenausstellung zahlreiche Mineralien, Edelsteine und Fossilien bewundern.

Seit dem Januar 2018 zählt der Verein 19 Mitglieder, die uns tatkräftig unterstützen.   Neue Mitglieder sind uns stets herzlich Willkommen.